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Keine neue Kriese am Arbeitsmarkt!

Die Zeitarbeitsbranche bekommt die wirtschaftliche Schwächephase zu spüren – Grund zur Panik gibt es nach Einschätzung von Peter Blersch, Deutschland-Chef des Zeitarbeitsunternehmens Adecco, allerdings nicht. “Ehrlich gesagt sieht es immer noch erstaunlich gut aus”, sagte Blersch der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Dienstagsausgabe). “Vor allem, wenn man bedenkt, was gerade alles auf uns einprasselt: der Handelskrieg, die Brexit-Risiken, die Herausforderungen in der Automobilindustrie.” 

Zwar gebe es in Deutschland deutlich weniger Zeitarbeitskräfte als noch vor einem Jahr – aktuell rund 750.000, sagte Blersch. “Aber im laufenden Jahr haben wir keinen weiteren Einbruch erlebt.” Das sei vor der großen Wirtschaftskrise vor zehn Jahren anders gewesen: “Die Entwicklung war abrupter, brutaler.” Die Zeitarbeit gilt traditionell als Vorbote für die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Besonders deutlich bemerkbar macht sich Blersch zufolge die Schwäche der Automobilindustrie. Sowohl Hersteller als auch Zulieferer meldeten Zeitarbeitskräfte ab, sagte er. Auch mit der Autoindustrie eng verbundene Unternehmen seien betroffen, etwa aus dem Bereich Chemie. Im Maschinenbau spüre man ebenfalls leichte Auswirkungen der schwächelnden Konjunktur. Anderswo laufe es nach wie vor sehr gut, zum Beispiel in der Logistik. Adecco könne Zeitarbeitskräfte, die bislang in der Autobranche eingesetzt waren, zum großen Teil “gut woanders unterbringen, zum Beispiel im Maschinenbau, im Mittelstand und Handwerk”, so Blersch weiter. Die meisten hätten einen technischen Hintergrund, etwa als Mechaniker – und viele Betriebe suchten händeringend Fachkräfte.

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